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Aufsicht auf Rädern an der Warschauer Straße

Die Aufsicht vom Ostkreuz an der Warschauer Straße

Ein Stück provisorisches Ostkreuz wird sich demnächst an der Warschauer Straße wiederfinden. Das Gebäude der Aufsicht, welches sich in den letzten Jahren auf dem provisorischen Ring-S-Bahnsteig befand, wurde nun an die Warschauer Straße verlegt. In einer Nacht und Nebel Aktion muss man die Aufsicht auf Rädern durch Friedrichshain transportiert haben.

Wo sich die Aufsicht des 2016 dann komplett erneuerten Bahnhofs Warschauer Straße befinden wird ist heute noch nicht auszumachen. Die Vermutung liegt aber nahe dass jeder Bahnsteig wieder eine Aufsicht bekommen wird.

Temporäres Aufsichtsgebäude Warschauer Straße

Die Aufsicht wird im Bereich des temporär verlängerten Bahnsteig B aufgestellt und markiert in etwa die Mitte des Bahnsteigs.

Bahnsteig B Warschauer Straße

Hier wird in den nächsten Jahren erst mal kein Fahrgast zu sehen sein. Dieser Bereich des neuen Bahnsteigs B bleibt erst ein mal unbenutzt. Hier werden dann bald die Stützpfeiler für das neue Eingangsgebäude errichtet. Dazu benötigt man reichlich Baufreiheit. Rechts im Bild zu sehen, die Fundamente des alten Eingangsgebäudes.

Bahnsteig B Warschauer Straße

Gut zu sehen, die neuen Bahnsteige werden direkt vor den Brückenpfeilern der Warschauer Brücke enden. Wegen der künftigen Gleislage der Richtungsgleise und der Kehranlage ist es nicht möglich die Bahnsteige bis unter die Warschauer Brücke zu ziehen.

Gleisvorfeld Warschauer Straße

Westliches Gleisvorfeld. Das ganz rechte Gleis im Bild wird ab Ostern dann wieder von der S-Bahn genutzt, Später auch das daneben liegende Gleis. Wahrscheinlich wird es hier dann künftig zu der ein oder anderen Parallelfahrt zwischen den Linien S3, S5, S7, S9 und S75 kommen.

 

Autor: Stefan Metze

Hallo, ich bin Gründer und Hauptautor des Ostkreuzblogs. Das Ostkreuzblog wurde mit Beginn der Bauarbeiten am 01.01.2006 ins Leben gerufen. Mein Profil bei Twitter, Google+

13 Kommentare

  1. Das ist ja optimistisch ausgedrückt. Seitdem ich in Berlin wohnte, wurde von einem Umbau gesprochen – nun haben Sie vor glaube ich 2 Jahren am Ostkreuz damit angefangen. Ist Ihnen bewusst, dass z.B. die Anschutzarena mitsamt Anlegestelle so schnell fertiggestellt wurde, weil fremde Investoren dahinterstanden? Beim Südkreuz gabs nochmal einen Extrabonus vom Bund und der FIFA, damit dieser zur WM fertig wurde. Aber warum in aller Welt beim Ostkreuz die Eile? Ich glaube Sie haben sich ein schönes „Hobby“ ausgesucht und werden dies noch einige Jahre behalten 😉

    • Mit Verlaub, der Bau einer Turnhalle, oder auch der Bau des Bahnhofs Südkreuz, ebenfalls weitgehend auf grüner Wiese, sind doch wohl ein klein wenig was anderes als der völlige Abriss und Neubau eines Kreuzungsbahnhofes von mehreren S- und Fernbahnlinien wie dem Ostkreuz – und zwar „unter dem rollenden Rad“, also ohne dass die S-Bahn oder die Fernbahnstrecken längere Zeit eingestellt werden.
      Wenn Sie es besser können, bitte, machen Sie Vorschläge, wie es besser gegangen wäre.
      Übrigens hat der „berühmte“ Herr Azer, der den Bau des Hauptbahnhofes geleitet hat und da (sowie später bei Stuttgart21) zu einigem Ruhm gekommen ist, beim Projekt Ostkreuz entnervt das Handtuch geschmissen und gefordert, das Ostkreuz ein paar Jahre komplett stillzulegen, um in Ruhe bauen zu können.

      Und der Umbau des Ostkreuzes wurde im Jahr 2008 begonnen.

      • Genau so ist das. In Südkreuz waren damals „nur“ die beiden einfachen Haltepunkte „Papestraße“ der S-Bahn in Betrieb und der Neubau wurde quasi daneben errichtet – die Gleise später eingeschwenkt. Das war also viel einfacher als jetzt in Ostkreuz. Und die Sauerstoffwelt entstand übrigens auf vorher komplett beräumtem Baugrund…

        Mir wäre auch neu, dass sich die FIFA finanziell an irgendwelcher Verkehrsinfrastruktur im Rahmen der WM 2006 beteiligt hätte.

        • Na direkt hat sich die FIFA nicht beteiligt – aber Infrastrukturmaßnahmen zur FIFA WM werden durch Ticketverkauf und Werbeinnahmen querfinanziert… Da hätten Sie aber selbst drauf kommen können…

              • Noch einmal: Der Umbau des Ostkreuzes ist deutlich komplizierter als der Bau des Bahnhofs Südkreuz oder gar der Dioxidwelt.

                Was am Ostkreuz passiert, kann man vielleicht folgendermaßen vergleichen:
                Sie bauen Ihr Haus völlig um, neues Fundament, neue Wände, neues Dach, neue Heizung, neue Haustechnik, sodass am Ende vom alten Haus nur ein paar schöne alte Türklinken und Balkongitter übrig bleiben, ansonsten ein völlig neues Haus, mit mehr und größeren Zimmern da steht.
                Und das ganze wohlgemerkt, ohne dass Sie aus dem Haus ausziehen, sondern so, dass Ihnen während der ganzen Bauzeit eine benutzbare Wohnung mit Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Bad zur Verfügung steht.
                Das geht natürlich nur, indem immer nur kleine Abschnitte umgebaut werden und viele Provisorien geschaffen werden.

                Und dann kommen Sie und verweisen auf den Nachbarn, der sein Haus auf der grünen Wiese in kürzerer Zeit gebaut hat.

  2. Ich fürchte ja eher, dass es in Warschauer Straße nach Bauende in 2016/17 überhaupt keine Aufsichten, sondern ZAT oder deren videounterstützte Variantef geben wird.. 🙁 So sparen VBB und DB/S-Bahn wieder etwa zehn Planstellen mit Nebenkosten…