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Wer oder was wird am Ostkreuz eigentlich wirklich saniert?

Wer oder was wird am Ostkreuz eigentlich wirklich saniert?
Diese kritische Frage muss man nun nach 2 Jahren der Sanierung des Ostkreuzes ohne offiziellen Spatenstich schon mal in den Raum stellen. An Berlins wichtigstem Umsteigeknoten im S-Bahnnetz geht es einfach zu langsam vorwärts. Als ich diese Fotos ende der vergangenen Woche am Ostkreuz machte, war weit und breit kein Arbeiter zu sehen. Scheinbar hat die Sanierung des Bahnhofs Ostkreuz für alle Beteiligten nicht wirklich eine hohe Priorität. Wenn in den nächsten Jahren jedenfalls mit der Geschwindigkeit der letzten 2 Jahre gebaut wird, ist das Ostkreuz noch 2020 eine Baustelle.

Die neue untere Kynaststraße

Das neue Brückenwiderlager der Kynaststraße

Tags: Berlin Ostkreuz, S-Bahn Berlin, Bauverzögerung Ostkreuz, Sanierung Ostkreuz

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Autor: Stefan Metze

Hallo, ich bin Gründer und Hauptautor des Ostkreuzblogs. Das Ostkreuzblog wurde mit Beginn der Bauarbeiten am 01.01.2006 ins Leben gerufen. Mein Profil bei Twitter, Google+

26 Kommentare

  1. Wer sagt denn, dass Rammen etc. während der gesamten 10 Jahre Bauzeit am Stück eingesetzt werden? Man braucht sie jetzt für die Brückenfundamennte und dann erst wieder bei der nächsten Brücke..

    Viele Grüße
    Arnd

  2. Ich habe nichts gegen Signalhörner, mir ist auch klar, dass Bauarbeiten Lärm verursachen aber man muß auch anerkennen, dass die Leute hier mal durschlafen wollen, soll ganz gut für die Gesundheit sein, hab‘ ich gehört. Der überschaubare Zeitraum von dem Du da sprichst sind übrigends ca. 10 Jahre …. mit reichlich „Ausnahmegenehmigungen“ der Senatsverwaltung. Ich finde, dass es wohl nicht zuviel verlangt ist einen guten Teil der Nachtbauarbeiten durch stundenweise Sperrung des S-Bahn Betriebs auf Zeiten geringeren Fahrgastaufkommens am Tage bzw. WE zu verlegen.

    ….. „Manchmsl muß man eben für einen überschaubaren Zeitraum Einschränkungen der eigenen Lebensqualität in Kauf nehmen.“ …..

    Dann mal los, Freiwillige vor! An guten Vorsätzen scheint es hier ja nicht zu mangeln.

  3. Wer sich hier über Signalhörner – diese sind zur Warnung der Bauarbeiter vor Zug(durch)fahrten nun einmal zwingend notwendig – oder Rammen bzw. anddere laute Baumaschinen aufregt, soll mir bitte einmal erklären, wie denn Projekte wie eben der Ostkreuz-Umbau ohne diese technischen Hilfsmittel in vertretbarer Zeit zu realisieren wäre. Nur noch tagsüber bauuen zu dürfen, hieße im konkreten Fall, den S-Bahn- und RE-Betrieb am Ostkreut für mehrere Monate komplett einzustellen.

    Wollt Ihr dsd???

    Manchmsl muß man eben für einen überschaubaren Zeitraum Einschränkungen der eigenen Lebensqualität in Kauf nehmen.

    Viele Grüße
    Arnd

  4. Hallo,

    ich habe kein Schreiben erhalten. Anscheinend geht man davon aus, dass man in der „Markgrafendamm Straße“ von den Bauarbeiten nichts mitbekommt. Ich kann getrost sagen, dass sie teilweise so laut sind, dass man auch hier keinen Schlaf findet.
    Wie findet ihr eigentlich diese Signalhupe, die auch den ganzen Tag geht und manchmal um 5-6 Uhr anfängt?

  5. Ich finde es auch eine unerhörte Frechheit, wenn die Senatsverwaltung hier von „Ausnahmegenehmigung“ redet. Ist doch ein Witz, wenn die Ausnahme zur Regel wird! Ich habe jetzt wieder ein Schreiben bekommen, das für den 11.-25.07 Abbruch,- Sicherungs,- Ramm,- Gründungs und Verbauarbeiten ankündigt. Wie stellen sich das die Herrschaften bei der Senatsverwaltung vor? Soll ich jetzt die nächsten 10 Jahre auf meinen Schlaf verzichten, oder wie? Wie kann man sich dagegen wehren? Bin echt extrem angepisst!!

  6. Lärmterror am Ostkreuz

    Erst geht es gar nicht voran, und dann mit aller Macht. Tatsächlich hat die Senatsverwaltung für Gesundheit Umwelt und Verbraucherschutz eine Ausnahmezulassung erlassen, (IIC614 (V)-113/Az/08) nach der die Bauunternehmen am S-Bahnhof Ostkreuz praktisch rund um die Uhr auch Sonntags arbeiten dürfen. Zunächst erst einmal vom 30.5.2008 bis 30.6.2008. Das ist für die Anwohner ein unerträglicher Zustand. Es geht bei den Bauarbeiten um Tiefbauarbeiten. Diesel und Vibrationsrammen hämmern meterlange Spundwände in den Damm. Parallel wird mit Maschinenhammern der Stahlbeton der Kynastbrücke zerhämmert. es gibt praktisch keine ruhige Minute mehr in der Nacht, wenn nicht gerade das heiße Wetter solche Baumaßnahmen verhindert.
    Wir Anwohner sind diesem Lärm von der Behörde eiskalt ausgeliefert worden. Klar hat die formuliert, dass Nachts zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr nur ein Lärm von 64 dB zulässig ist (zum Vergleich – 70 dB entstehen bei einem PKW). Aber die Baumaschinen, die zum Einsatz kommen (müssen), werden von der EU mit 105 dB eingestuft. Da liegt es doch auf der Hand, dass das Bauunternehmen diese vorgeschriebenen Werte nicht einhalten kann.
    Nun bleibt also nur noch der Weg der Klage. Hier wird vielfache Körperverletzung gegenüber den Anwohnern betrieben, denen gesunder Schlaf zusteht, und an den nicht zu denken ist.
    Wenn weder die Politik, noch die Justiz, noch die Polizei helfen kann, dass hier Rücksicht genommen wird, dann müssen wir Bürger womöglich zum Selbstschutz greifen. Die Nerven liegen jedenfalls blank! So wie jetzt gebaut wird, so geht es nicht!
    Viele Grüße

  7. An alle,

    Offiziell sagt mir ein Sprecher der Deutschen Bahn, es gab und gibt keinen Baustopp, man Wissen von nichts.
    Nun kann ich davon ausgehen, das man uns an der Nase rum führt, was wirklich der Grund für die schleppenden Bau!
    In meinen Augen geht es irgendwie so, so wie das Geld da ist, so wird mal ein bisschen was gemacht.

    Grüße,

    der Björn

  8. Also wie ich das sehe, pfuschen die da sogar noch beim Bau.
    Weil die Straße entsprechend breit war, mussten sie beide Spuren separat asphaltieren. Dazwischen ist jetzt ein 1-2cm großer Höhenunterschied mehr oder weniger Sichbar.
    Zudem sind einige Beulen und Dellen auf der Oberfläche.
    Nene…ich weiß nicht, was das soll…

  9. fragt doch mal bei der DB ProjektBau nach, wie weit sie mit den Ausschreibungen für die Bauaufträge sind…
    dann wisst ihr warum es nicht weiter geht… 😉

  10. Hallo Björn,

    den Ablaufplan der DB kannst Du mir bitte auch bei Gelegenheit per E-Mail zukommen lassen… 🙂

    Danke Dir vorab.

    VG
    Arnd

  11. Hallo Stephan,

    noch einmal: Momentan gilt der gerichtlich verfügte Baustopp und daher müssen DB und Senat sich JEDE einzelne Maßnahme am Ostkreuz vor Ausführung vom Bundesverwaltungsgericht genehmigen lassen. So etwas ksnn schon mal ein paar Wochen dauern…

    Ich hoffe, wir bekommen noch dieses Jahr ein abschließendes Urteil aus Leipzig, so dass dann endlich „normal“ gearbeitet werden kann. bis dahin müssen wir mit dem jetzigen Schneckentempo leben – leider.

    VG
    Arnd

  12. @ Stephan.

    ich habe Bericht bekommen von der Deutschen Bahn. Angefangen wird Kynastbrückenstraße erst Juni 2008.
    Kann auch sein das es sich verschiebt. Ich habe den Autor von dieser Seite eine E-Mail geschickt mit den ganzen Arbeitsplan. Ob er ihn hier rein stellt und ob er ihn bekommen hat, kann ich nicht sagen. War jedenfalls letzte Woche schon wo ich es geschrieben haben.

    Jedenfalls wird es auch keinen Offiziellen Spatenstich geben. Es wird einfach Etappenweise gebaut.
    Jetzt erstmals wird die neue Untere Kynaststraße gebaut, dann wird mit Brücke begonnen!

    MfG

    Björn

  13. Hallo zusammen,

    hies es nicht, dass im April die Abrissarbeiten an der Kynaststraßenbrücke beginnen sollen? Nun haben wir Mitte April und es ist immer noch nichts zu sehen.

    Mich wundert auch, dass noch nicht mit dem Rückbau der denkmalgeschützen Fußgängerbrücke begonnen wird. Jetzt wo sie geschlossen wurde… .

    Ich fahre jeden Tag am Ostkreuz vorbei und hoffe, dass bal etwas passiert.

    Stephan

  14. Hallo,

    nach wie vor, wie ich bereits mal auf der Seite den Admin via E-Mail berichtet hatte (26.Juli 2007), ist der Baustopp immer noch Gültig. Leider kann ich nicht ausfindig machen, wie viele Anwohner Klagen bei der Sachsen-Metropole ansässige Bundesverwaltungsgericht (BVG) eingereicht wurden.
    Ich gehe davon aus, mehr als 100 bis 500! Diese zu bearbeiten werden wohl 2 – 4 Jahre Dauern. In dieser Sicht muss jeder weitere Bauvorgang weiter beantragt werden. Ich vermute, auf dieser weise, wird weiterhin jeder Bauvorgang langsam bis gar nicht voran gehen. Die Anwohner erreichen damit gar nichts, und werden nur weiterhin den kleinen Baulärm bzw, mehr S-Bahn rattern hören. Man hat gesehen, wie lange es mit Schönefeld gedauert hat. Diese Klagedauer nehme ich als vergleich bis es richtig beginnen wird.
    Ich werde mal versuchen, mehr Infos aus dem Bundesverwaltungsgericht und DB sowie S-Bahn GmbH zu bekommen, danach werde ich mich wieder beim Admin melden!

    Was in der zwischen zeit am Ostkreuz abgerissen wird, sind mehr reine Notmaßnahmen als ein voran kommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Björn

  15. Die Kynaststr. muss nach Osten verschoben werden, um einem oberen Regionalbahnsteig Platz zu machen, von dem man dann trotzdem nicht sinnvoll weiterfahren kann(im Gegensatz zum unteren). Alles wird dadurch aufgehalten, das es ewig dauert die 300m untere Kynaststr. zu bauen – dabei hätte man die Rampe zur Hauptstr. schon vor Jahren von deren Nord- auf die Südseite verlegen können – wie auch sich darauf einigen, wo denn der Autobahntunnel, der ggf. nie angeschlossen wird, hinkommen soll. Es muss eben alles umgebaut werden(ob die neuen Möglichkeiten mehr bringen, als die wegfallenden, muss sich noch zeigen…), statt nur sinnvoll zu ergänzen – an Hallen im unteren Bereich hat natürlich niemand gedacht – was für entsprechenden Widerstand der Anwohner sorgt. Derweil rostet alles weiter vor sich hin, jeglicher „TÃœV“ ist aufgrund von Alter und nie stattgefundener Instandhaltung der Anlagen abgelaufen und die Katastrophe, dass irgendwas im richtigen Moment endgültig den Geist aufgibt, ist längst überfälig.

  16. Viel tut sich da ja nu wirklich nicht.
    Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Monaten ändert, aber so, wie es derzeit aussieht dauert das wirklich noch bis 2016/18. Ich frage mich allerdings, was dann mit der alten Kynaststraße passiert. Die Bahn wird ja wohl nicht die Schienen um 10 Meter verschieben, damit da kein kahler Fleck bleibt.

  17. Ein Grund für die langsamen Arbeiten könnte farin liegen, dass ja immer noch verschiedene Klagen gegen das Projekt anhängig sind. Solange aber das Bundesverwaltungsgericht kein abschließendes Urtein zum Ostkreuz-Ummbau gefällt hat, muss JEDE noch so kleine Maßnahme einzeln von der DB bei Gericht beantragt und durch den zuständigen Richter zur Ausführung freigegeben werden.

    Das ist umständluch, teuer und dauert… 🙁

  18. Bin am Donnerstag den 27.04. mal langgeradelt und sah doch tatsächlich so um die fünf Leute die sich mit dem pflastern des Gehweges der unteren Kynaststraße beschäftigten.
    Dann habe ich noch festgestellt,daß wohl die Kabelbrücke über die Marktstraße so wie sie jetzt steht, das Rechtsabbiegen in die selbe etwas erschweren oder sogar unmöglich machen wird.Irgendwie steht das Ding im Weg.Jedenfalls in einem Zweirichtungsbetrieb der Straße und der soll es ja sein da Sralau von zwei Seiten erreichbar sein soll.
    Ja Fotos lohnen sich noch nicht wirklich,außer dem Geländer an dem Betonklotz is noch nichts passiert.