Permalink

13

S-Bahn Berlin verspielt gutes Image der letzten Jahre

Die S-Bahn Berlin verspielt zur Zeit das über Jahre hinweg mühsam aufgebaute gute Image. Es vergeht bald kein Tag mehr an dem es nicht zu gravierenden Störungen bzw. Verspätungen im Netz kommt.
Der Service hat durch den Abzug der Bahnhofsaufsichten extrem nachgelassen.

Einige Beispiele:
In der 23. Kalenderwoche kam es auf der Görlitzer Bahn zwischen Treptow und Grünau beinahe jeden Tag zu einem Totalausfall. Montag früh, Signalstörung in Adlershof. Teilweise 20 Minuten Abstände die dann nur durch Kurzzüge unterbrochen wurden. Züge fuhren aus den Bahnhöfen raus und blieben nach wenigen 100m, Minuten lang stehen. Keine Infos vom Fahrer geschweige denn auf den Bahnhöfen.

Am Dienstag Abend stand vor Adlershof fast eine Stunde lang ein defekter Zug samt Fahrgästen fest.

In der gleichen Woche stand im Bahnhof Baumschulenweg am Abend eine defekter Zug der abgeschleppt werden musste.

Dann, beim Setzen der Spundwände am Bahnhof Ostkreuz drohte der hinetere Teil des Ringbahnsteigs abzusacken, was eine Einfahrt mit Schrittgeschwindigkeit und Rückstau auslöste. Mittlerweile wurde der Teil des Bahnsteigs abgetragen.

Vorgestern blockierte den halben Nachmittag ein defekter Zug den Bahnhof Lichtenberg der mit dem Hilfsgerätezug der S-Bahn abgeschleppt werden musste. Die Züge fuhren im 20 Minuten Takt ohne Halt im Bahnhof Lichtenberg durch.

Das waren nur einige Beispiel für schlechten Service und Störungen technischer Art. Hinzu kommen die immer dreckiger werdenden Bahnen, Züge fahren mit Graffitis durch die gesamte Stadt. Wirklicher Service bei Störungen und Bauarbeiten ist fast nur noch für Fahrgäste mit Internetzugang erreichbar.

Das Bahnhofspersonal wird aus Kostengründen abgezogen, bevor man eine für den Fahrgast informative technische Umsetzung der Fahrzielanzeiger auf den Bahnhöfen erreicht hat. So gibt es jeden Morgen auf dem Bahnhof Schöneweide das große "Rate mal mit Rosental" wo denn nun die bereits eingefahrene Bahn hin fährt…Richtung Baumschulenweg fahren sie Stadteinwärts ja alle liebe Marketingexperten der S-Bahn Berlin.

Großbaustellen wie die Görlitzer Bahn mit dem Umbau der Bahnhöfe Adlershof und Baumschulenweg kommen in diesen Wochen scheinbar nur schleppend voran. Am Bahnhof Ostkreuz ist zwar seit einigen Tagen wieder mehr Betrieb im Baugeschehen, doch wird immer nur an einer Stelle gebaut. Längst hätte man die Nordring und auch die Südringkurve komplett abbrechen können, denn angesichts der hiesigen Langsamfahrstelle auf der Südringkurve könnte man zeitlich auch locker vom Ringbahnsteig zum Stadtbahnsteig und umgedreht umsteigen. Was ja ab Ende nächsten Jahres sowieso fällig wird.

Via: Tagesspiegel & Nahverkehrsforum

GD Star Rating
loading...
S-Bahn Berlin verspielt gutes Image der letzten Jahre, 5.0 out of 5 based on 2 ratings

Autor: Stefan Metze

Hallo, ich bin Gründer und Hauptautor des Ostkreuzblogs. Das Ostkreuzblog wurde mit Beginn der Bauarbeiten am 01.01.2006 ins Leben gerufen. Mein Profil bei Twitter, Google+

13 Kommentare

  1. Pingback: Auf zu neuen Zielen mit der S-Bahn Berlin GmbH - Der Adlershofer - Neues aus Berlin Adlershof und Berlin

  2. Hallo,

    ich denke auch, dass die Diskussion und auch der Ursprungs-Blogbeitrag nicht wirklich zum ostkreuzblog passt.
    Schöner wäre ein regelmäßiges Update des Ostkreuz-Blogs mit den wirklichen Ostkreuz-News. Gerade die letzten Tage und Wochen ist ja recht viel dort passiert, wovon man hier im Blog noch kein Wort oder Bild sieht. Bei Bedarf stelle ich gerne Fotos zur Verfügung.

    Andrè

  3. Hallo Leute,

    um hier ein wenig ruhe rein zu bringen, Berichte ich mal warum die Züge wirklich Verspätung haben oder liegen bleiben.
    Ich habe mich bei einer Person Informiert, und Berichte davon, das die Mechanischen Fahrsperren das Problem sind. Es wurde Ende 2007 bis März 2008 nicht Geeichte Sperren eingebaut, die keine Wirkung zeigten. Besonders auf Strecken, wo gebaut wird.
    Bereits März 2008 kam es Bhf- Lichtenberg zu einen Beinahe Unfall, als eine Sperre überfahren wurde, ohne das der Zug gestoppt wurde. Da wohl die Tf zu faul sind, dies zu Melden, das die Sperren überfahren werden konnten ohne das was passierte, sind nun wohl einige damit noch vertraut, das man die längst ausgewechselte Sperre überfahren kann, die folge ist die komplett Abschaltung des Zuges, die auch nicht reaktiviert werden darf, die weitere Folge ist, das der Zug durch der Geschwindigkeit Defekt geht, durch die Enorme Kräfte die bei gewissen Speed zum Vorschein kommt, da der Motor abrupt zum Stillstand gebracht wird. Noch fataler ist, die Züge wie Berichtet wurde, werden auch nicht mehr sehr gut gewartet, es herrscht Mangel an Gelder für Komplett Austausch, wie Motor mit Doppelradsatzachse, sowie Bremsbelege, die folge ist, Defekte Bremsscheibe, höhere Kosten, mehr Ausfall!

    Des Weiteren musste ich beobachten, Züge werden schon währen der Fahrt repariert, (wenn es überhaupt möglich war) vor nicht allzu langer zeit war bei der Baureihe 481 ein Zug Antriebslos. Dieser wurde gedrückt und gezogen von den dahinter und vorderen angekoppelten Waggons. Vermutlicher Computer Ausfall. Gefahren hat es sich ohne Motorgeräusch und Bremsgeräusch ganz nett, schön ruhig war’s, aber gefährlich.
    Es scheint offensichtlich, dass die S-Bahn GmbH nicht mit den Wachsenden Fahrgastzahlen hinterher kommt. Nötige Renovierung des Streckennetzes,(muss bezahlt werden von S-Bahn) Problem Ostkreuz, Ãœberbelastung der Züge, Modernisierung, all das verschlingt die Gelder, die eigentlich die S-Bahn mal für was anderes eingenommen hatte.

    Die Deutsche Bahn hat zudem nichts mit der S-Bahn GmbH zusammen zu tun, die Deutsche Bahn stellt nur das Streckennetz zur Verfügung. Außer für Gleise hat die S-Bahn für alles andere zu sorgen. Somit ist die S-Bahn GmbH doch Grundsätzlich dafür verantwortlich wenn es zu Verspätungen kommt. Die S-Bahn GmbH zahlt nur Pauschal Miete für die Gleise.
    Bahn Chef Mehdorn hat rein nichts mit dem ganzen Problem der S-Bahn GmbH zu tun, es ist ein Eigenständiger Betrieb. Der DB Aufkleber an den Zügen hat nichts zu bedeuten, wesendlich nur eine Kooperation, da die DB die TF stellt, bzw, GDL.

    Mit freundlichen Grüßen

    Björn-Eric Busse

  4. Der Artikel ist gut. Aber die Angestellten der Berliner S-Bahn können nicht mehr anders. Die Eisenbahner-Führungspersonale wurden allesamt ausgetauscht und durch BWL-Heinzelmännchen ausgetauscht. Denen geht es AUSSCHLIESSLICH darum Geld zu scheffeln. Dabei sind den Herren die Fahrgäste als auch die eigenen Angestellten *keinen* Pfifferling wert. Viel *huuii* und positive Propaganda aber die Wirklichkeit zeigt was anderes.
    Die Fahrgäste sind am ZUG etwas zu unternehmen!
    Als S-Bahner tut es mir leid für die Fahrgäste. Denn ja, die S-Bahn war mal viel besser und damals war ich auch noch Stolz auf meinen Arbeitgeber!
    Vielleicht sollte die S-Bahn doch mal Konkurrenz vor die Nase gesetzt bekommen, momentan nutzen sie ihren Freibrief (Verkehrsvertrag) unverschämt aus!

  5. Denke mal es liegt am „Sommerloch“ da wird schon mal irgendwas geschrieben damit sich überhaupt hier was tut…;-)
    Ist aber auch OK so.

    Bis neulich TOM

  6. Hallo Tom,

    wenn das Thema hier nicht hingehört, sollen mir die Admis erklären, earum sie den Beitrag „S-Bahn Berlin verspielt gutes Image der letzten Jahre“ überhaupt IN DIESER FORM in diesen Blog eingestellt haben. Eine inhaltliche Reduzierung auf Ostkreuz-spezifische Probleme wäre irgendwie sinnvoller gewesen…

    Wie gesagt: Grundsätzliche Kritik an der S-Bahn (Reservezüge, Aufsichten…) sollte besser direkt gegenüber den Leuten geäußert werden, die die entsprechenden „Unternehmensziele“ formulieren, hier also Herr Heidemann und dessen Vorgesetzter Mehdorn.

    Viele Grüße
    Arnd

  7. hallo,

    natürlich kauft „der Fahrgast“ die Leistung bei der S-Bahn Berlin GmbH als Rechtspersönlichkeit insgesamt, deren Unternehmenspolitik aber nun einml von Geschäftsführung und Eigentümer (hier: Bund und DB) bestimmt wird. Aufsichten und Tf oder Fahrzeugreiniger haben da – leider – sehr wenig zu entscheiden.

    Wenn es also – wie hier – namentlich bekannte Verantwortliche für Strukturprobleme bei der S-Bahn gibt, sollte man sich auch direkt bei jenen (nicht in deren Rolle als Privatperson, sondern als Manager) über die Missstände beschweren.

    Nur meckern in Blogs und Foren bringt uns in der Sache nicht weiter. Wenn aber bei der Geschäftsführung der S-Bahn oder im BahnTower pro Tag 500 Schreiben zum selben Thema eingehen, wird das schon beachtet…

    Alo los: Konkrete Probleme dokumentieren und sich mit konstruktiver Kritik an die von mir genannten Zuständigen wenden!

    Viele Grüße
    Arnd

  8. Das wenige Personal auf den S-Bahnhöfen scheint mir auch kaum motiviert zu sein, da kein einziger sich in der Lage sieht, das Rauchverbot durchzusetzen.

    Auf Ansprache reagieren diese dann auch noch entsprechend pampig.

  9. Hallo Arnd,

    letztendlich kauft der verprellte Fahrgast die Dienstleistung aber bei der S-Bahn Berlin GmbH ein und nicht bei irgendwelchen Privatpersonen die als Geschäftsführer in diesen GmbH’s oder AG’s eingesetzt werden.

  10. Liebe Leute,

    statt hier – odeer in anderen Online-Medien – über den im Vergleich zu anderen Regionen doch noch relativ guten Service der S-Bahn Berlin zu meckern, solltet Ihr lieber direkt Herrn Heidemann als Geschäftsführer der GmbH bzw. Euren lpkalen Bundestagsabgeordnneten und Herrn Mehdorn persönlich anschreiben. Der Spardruck kommmt nämlich von jrnrn Leuten, die die DB unbedingt an die Börse bringen wollen, ist aber keine Erfindung der S-Bahn selbst…

    @Jo: Auf jedem S-Bahnhof befinden sich neben den Fahrkartenautomaten Info-Säulen, über die man sich bei Betriebsleitung/Stammaufsicht/Stellwerk nach Drücken der BLAUEN Taste über ausbleibende Züge und deren Ursache informieren ksnn

    Viele Grüße
    Arnd

  11. Ja das sehe ich zum Teil genauso. Allerdings wird man Vandalismus nie vollständig bekämpfen können. Das ist in meinen Augen auch gar nicht notwendig, da die Züge ja nicht wegen der Graffiti ausfallen. Die Informationspolitik der S-Bahn ist wirklich mies. Letztens saß ich auf dem S-Bhf. Prenzlauer Allee und wollte zur Frankfurter. Das sind eigentlich nur ein paar Minuten. Die elektronische Anzeige zeigte auch nur 3 Min. Wartezeit. Stattdessen kam aber auch nach 10 Min. noch kein Zug. Ich fragte daraufhin in Ermangelung eines Personals einen anderen „Stehgast“. Sie meinte, sie würde hier schon 20 Min. warten. Solche Wartezeiten ohne Information sind einfach unzumutbar. Erst recht auf dem Ring. Ich hätte laufen können!!!

    Mittlerweile bin ich manchmal selbst mit meinem alten Mountainbike schneller in A-Hof als mit der S-Bahn.

    MFG
    Jo

  12. Dieser Artikel spricht mir aus der Seele. Ich war von vielen der erwähnten Störungen betroffen und obwohl ich begeisteter S-Bahn-Fahrgast bin, so habe ich mich in den letzten Wochen zunehmend über die Unpünktlichkeit und die vermehrten Zugausfälle ärgern müssen.

    Berliner Zeitungen hatten diese Woche schon über die Hintergründe berichtet. Unter anderem wurden Kosteneinsparungen als Gründe genannt.

    Eine Betriebswerkstätten (wie z.B. Lichtenberg) wurden dicht gemacht und die Zahl der Ersatzzüge die auf Reserve standen wurden drastisch reduziert.

    Auch der Wartungsintervall der Züge wurde verlängert.

    Dafür habe ich kein Verständnis. Ich finde, dass solange die S-Bahn-Berlin GmbH nicht Herr über den Vandalismus ist, müssen die Züge regelmäßig gewartet werden.

    Ich habe mich bereits vor Jahren dafür ausgesprochen, dass Notschalter in den Zügen angebracht werden, welche von Fahrgästen betätigt werden können wenn Sie Vandalismus beobachten. Der Fahrer wird dann über das Abteil unterrichtet und kann die Polizeit zum nächsten Bahnhof bestellen. Die Polizeit wartet dann und kann den Täter gleich festnehmen. Durch die Möglichkeit einen Schalter unauffällig in solchen Situationen drücken zu können würde meines Erachtens auch die Bereitschaft der Meldung durch die Fahrgäste steigen. Denn sie brauchen nichts befürchten und nicht viel machen.

    Auch die Videoüberwachung in den Zügen sollte endlich ernsthaft diskutiert werden. Die BVG macht dies sein geraumer Zeit und fährt gut damit.

    Abschließend muss ich sagen, dass man als Fahrgast natürlich ein Stück weit Verständnis für eventuell auftretende Unregelmäßigkeiten haben muss wenn viel gebaut wird. Man muss jedoch kein Verständnis dafür haben wenn sich ein Unternehmen auf die Lorbeeren der letzten Jahre ausruht und die neue Standardansage „Wegen Unregelmäigkeiten im Betriebsablauf…“ als Allheilmittel verwendet.

    Lg Stephan