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Baustellenübersicht Anfang Oktober 2015

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Nun haben wir Oktober und das Jahr geht langsam auf die Zielgerade und seinem Ende entgegen. Kein Grund für die Bauleute zwischen Rummelsburg und Ostbahnhof den Hammer fallen zu lassen. Im Gegenteil, vor der Frostperiode wird es noch mal richtig spannend.

Fangen wir wie zuletzt immer direkt in Rummelsburg an. Hier schreiten die zwischen den Fernbahngleisen stattfindenden Sanierungsarbeiten der Viaduktbügen sichtbar voran. Erste Bewehrung- und Betonarbeiten zum Herstellen der lastverteilenden Betonplatte werden ausgeführt. Es sieht mir fast so aus, als würde man den benötigten Beton direkt hier oben mischen. Eine sehr große Menge Kies wurde letzte Woche angeliefert. Man kann hier nicht einfach mit der Betonpumpe über den Oberleitungen der Fernbahn hantieren. Und das Betonieren mit dem Betontrichter per Kran würde zu lange dauern.

Weiter geht es an die Karlshorster Straße. Hier gab es nach Eröffnung der Brücken keine weiteren Veränderungen mehr. Der Verkehr rollt wieder wie gewohnt und für die die es noch immer nicht glauben wollen: die Tram 21 fährt auch wieder. Unten im Bild als Fahrschule wahrscheinlich mit einem der nach Berlin herbeigeeilten Kollegen.

Die Bogenbrücke der S3 ist nun komplett von ihren Gerüsten befreit und auf ihre Lager abgesenkt worden. Im Umfeld der Brücke haben sogleich umfangreiche Erdarbeiten begonnen. So wurde östlich der Kynaststraßenbrücke der Aushub der A100-Vorleistung von der künftigen Trasse der beiden Gleise die von und nach Lichtenberg führen entfernt. Hier dürften dann in den nächsten Monaten die Arbeiten zur Herstellung der neuen Gleise beginnen.

Vom Bahnhof Ostkreuz direkt gibt es folgendes zu berichten: die Herstellung des Bahnsteigbelags auf dem oberen Regionalbahnsteig geht sehr schnell voran. Etwa die Hälfte der Fläche ist nun gepflastert und teilweise auch schon verfugt. Ich schätze bis Ende Oktober wird man bis auf Restarbeiten mit dem Pflastern fertig sein. Der Eröffnung des Bahnsteigs als erster Regionalbahnsteig am Ostkreuz im Dezember steht also nichts mehr im Wege. Drüben am Ringbahnsteig der S-Bahn wurde nun die erste Treppe zum neuen Bahnsteig E betoniert und teilweise bereits ausgeschalt. Die östliche Treppe wird noch weiter verschalt und mit Stahl bewehrt bevor auch sie betoniert werden kann. Deutlich zu erkennen ist jetzt, dass es vom Bahnsteig E künftig auch eine Rolltreppe hoch zum oberen Regionalbahnsteig geben wird.

Ein Stück weiter, an der Brücke der Verbindungskurve der S9 steht das Hilfsgrüst zur Herstellung der Betonplatte auf der Brücke nun kurz vor dem Markgrafendamm. Für die stadteinwärtige Brücke sind nun alle Brückenelemente vor Ort und werden zur Zeit zusammengeschweisst.

Ein Sprung zur Modersohnbrücke. Von hier ist zu erkennen, dass die Rampe zur Verbindungskurve nun zur Hälfte verfüllt ist. Südlich der Rampe, am provisorischen Baugleis lagern bereits die vorgefertigten Gleisjoche die demnächst als neues mittleres Fernbahngleis eingebaut werden.

Nun zum Bahnhof Warschauer Straße. Hier laufen seit einigen Wochen die Bewehrungsarbeiten zur Herstellung der über den Bahnsteigen liegenden Grundplatte, auf der dann das neue Eingangsgebäude errichtet wird. So wie es aussieht wird der mittlere Bereich komplett in einem Stück betoniert. Unten wurden die Tiefbauarbeiten zum Anschluss des Bahnsteigs an Ver- und Entsorgungsmedien abgeschlossen, so das hier nun auch die Arbeiten zur Errichtung der Bahnsteigkanten weiter gehen kann.

Westlich der Warschauer Brücke gehen die Arbeiten an der neuen Stützwand ebenfalls zügig voran. Der erste Block wurde nun fertig betoniert, weitere werden wohl diese Woche folgen.

Nun, da gab’s ja wieder eine Menge zu schreiben…deshalb geht es jetzt gleich zu den Bildern.

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In Rummelsburg wurde jede Menge Kies angeliefert

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Der Übergang vom Viadukt zum normalen Bahndamm

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Zwischen den Bögen werden Verschalungen aufgebaut

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BVG Fahrschule unter den Brücken in der Karlshorster Straße

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Die Bogenbrücke der S3, komplett gerüstfrei…

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…und in Endlage auf ihren Lagern

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der obere Regionalbahnsteig ist bereits zur Hälfte gepflastert

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Am nördlichen Ende ist die Fläche bereits verfugt

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Ab Mitte Dezember halten hier dann die ersten drei Regionalbahnlinien

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Erste Erdarbeiten auf der künftigen Trasse der S-Bahngleise von und nach Lichtenberg

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Heute am 5.10. beginnen offiziell die Arbeiten zur Sanierung der Hauptstraße

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Das westliche Widerlager der stadteinwärtigen Verbindungskurve

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Unter den Brücken. Die Betonplatte auf der stadtauswärtigen Brücke ist über den Fernbahngleisen bereits hergestellt

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Östliche Brücke vom Bahnsteig E zum Ringbahnsteig der S-Bahn

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Im Rohbau bereits fertig, die westliche Brücke

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Abschlussarbeiten am Deckel der A100-Vorleistung

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Die Rampe zur Verbindungskurve ist zur Hälfte verfüllt

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Das fertige Gleisplanum für das mittlere Fernbahngleis

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Bauplatz: vorgefertigte Gleisjoche liegen zum Einbau bereit

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S-Bahnhof Warschauer Straße, der neue Bahnsteig A nimmt weiter Gestalt an

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Bewahrungsarbeiten für die Grundplatte: größte Herausforderung ist der Müll der von der Brücke auf die Baustelle geworfen wird

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Der östliche Bereich ist bereits fertig und wartet auf die Betonage

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Die Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen, nun kann weiter am Aufbau der Bahnsteigkanten gearbeitet werden

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Leerrohre und Abwasserschächte liegen zum Einbau bereit

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Die neue Stützwand an der Kehranlage Warschauer Straße

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Problemstück: zu wenig Abstand zwischen den Gleisen

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Die ersten Blöcke der Stützwand werden betoniert

Autor: Stefan Metze

Hallo, ich bin Gründer und Hauptautor des Ostkreuzblogs. Das Ostkreuzblog wurde mit Beginn der Bauarbeiten am 01.01.2006 ins Leben gerufen. Mein Profil bei Twitter, Google+

42 Kommentare

  1. Hoffentlich wird bei der Sanierung der Hauptstraße ein Fahrradweg gebaut, dort lang zu fahren, ist ja echt katastrophal. Bei der Brücke in der Karlshorster Str. ist ja schon mal keiner geworden, die Planer müssen auf dem Mond sitzen.

    • was nutzen euch denn fahrradwege wenn ihr verkehrsbehindernd doch die Fahrbahn benutzt weil es euch der behinderte Gesetzgeber erlaubt

      • Diese Pauschalisierung ist schon mal Quatsch und außerdem habe ich noch keinen Fahrradfahrer gesehen, der diese Straße benutzt, die ist nämlich noch schlechter als der Rad-/Gehweg.