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Abbrucharbeiten an den Bahnsteigen Warschauer Straße haben begonnen

Abbrucharbeiten am S-Bahnhof Warschauer Straße

Fast pausenlos fahren Werktags die blauen LKW durch Berlin Friedrichshain. Sie fahren den Abbruch der alten Bahnsteige des S-Bahnhofs Warschauer Straße weg. Denn hier hat man nun damit begonnen die beiden nördlichen Bahnsteige endgültig zu beseitigen.

Man mag es kaum glauben, aber am nördlichen, also dem alten stadteinwärts führenden Gleis, sollen zum Ende des Jahres schon wieder S-Bahnen halten. Auf der gesamten Strecke zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof hat man das alte Schotterbett des stadteinwärts führenden Gleises bereits entfernt. Auch hier waren tagelang LKW unterwegs um den Abraum abzufahren. Vom alten Bahnhof Warschauer Straße wird man später nichts mehr wieder erkennen. Zuletzt konnte man hier vier Epochen von provisorischen Bauten ausmachen. Nachkriegsbauten, Umbauten aus den 60er Jahren, Umbauten aus den 80er Jahren und das Treppen-Notprovisorium aus dem letzten Jahrzehnt.

Das alte Aufsichtshäuschen Warschauer Straße
Das Häuschen der Aufsicht aus den 80er Jahren

Stück für Stück wird der Bahnsteig abgetragen
Dächer und Bahnsteigbelag sind schon fast weg

Bahnsteigreste Warschauer Straße
Zwei Tage nach meinen Fotos war auf dem mittleren Bahnsteig schon der ganze Bahnsteigbelag weg

Westseite des alten Bahnsteigs Warschauer Straße
Schwierige Baulogistik zwischen den befahrenen Gleisen und den beiden alten Bahnsteigen haben LKW nicht wirklich viel Platz

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Autor: Stefan Metze

Hallo, ich bin Gründer und Hauptautor des Ostkreuzblogs. Das Ostkreuzblog wurde mit Beginn der Bauarbeiten am 01.01.2006 ins Leben gerufen. Mein Profil bei Twitter, Google+

17 Kommentare

  1. Man galubt als Nicht-Fachmann kaum, wieviel riesige Betonblöcke sich in so einem Bahnsteig befindet, da musste ganz schön viel zertrümmert werden, um den Abtgransport zu ermöglichen.

  2. Der bisherige „Mittelbahnsteig“ ist praktisch komplett abgetragen bis auf Niveau des bisherigen Gleisbetts, der Abriss erfolgt jetzt am nördlichen Bahnsteig.

  3. Kurze Nachfrage: Hat sich auf der Baustelle in den letzten 14 Tagen nichts getan oder warum gibt’s hier keine neuen Beiträge?

    Ein „Tagebuch“ lebt doch per definitionem von seiner regelmäßigen Aktualisierung, oder…? 🙂

    • Viel hat sich nicht getan. Es gibt heute noch einen kleinen Artikel dazu. Im großen Interesse des BERs wäre das hier in den letzten Tagen bei vielen Lesern dann sicher untergegangen.

  4. Es sind Milliarden Euro für den Hauptbahnhof oder den Flughafen oder Regierungsgebäude da, hier könnte man mit einem Bruchteil der Gelder wirkliche Verbesserungen schaffen:
    Man könnte z.b. die Straßenbahn auf einer Rampe im 90-Grad-Bogen auf die S-Bahn-Ebene führen, wo sie sich mit der S-Bahn einen Bahnsteig teilt, so dass man direkt von der Straßenbahn in die S-Bahn umsteigen kann. Wenn man die Bahnsteige zwischen Höhe U-Bahn und O2-World anlegt, ist dort massig Platz, und man kann vom Bahnhof auch direkt in die O2-World gelangen.
    Die Straßenbahn könnte auch gleich bis zum Ostkreuz fahren, das wäre wirklich Luxus!
    Alternativ könnte man eine 2. Brücke für Straßenbahn und Fußgänger errichten und so vom Autoverkehr trennen und auch besser mit der U-Bahn verzahnen, oder umgekehrt die Autos auf eine neue Brücke umleiten. So eine Stahlkonstruktion ist wirklich preiswert zu errichten, Platz ist reichlich vorhanden.
    Das ist alles nur eine Frage des politischen Willens, aber ich sehe ein, die Media-Spree-Projekte sind wirklich wichtiger (und bringen auch mehr Parteispenden).

    • Ganz ehrlich Boogie, Du hast keine Ahnung. Zum Glück bist Du kein Planer geworden.
      Soviel Blödsinn kann man gar nicht kommentieren. Und was den politischen Willen angeht, für den haben wir Planer den Siemens Lufthaken entwickelt. Kannste ja mal googlen.

  5. Naja, es wird dadurch schwierig, dass vor der Warschauer Brücke die M13 in ihre Wendeschleife abbiegen muss. Wenn das nicht wäre, dann könnte(n) die Ampel(n) an der Nordseite der Brücke wesentlich sicherer geschaltet werden; aber es wird kaum möglich sein, die M13 so zum U-Bahnhof zu verlängern, dass da 3 Bahnen in 10 Minuten fahren können.
    Die Bahnsteige der M10 auf die Innenseite zu verlegen, wie am Frankfurter Tor schon geschehen, ist aufgrund der beengten Verhältnisse der Warschauer, insb. bei zunehmendem Fahrrad-Verkehr, sicherlich die sinnvollere Variante. Schade, dass man auch in Zukunft von der Straßenbahn zur S-Bahn so weit wird laufen müssen, aber anders ist das ja nicht zu machen.

  6. Und warum muss man sich nach wie vor von den Straßenbahnen durch den Autoverkehr über lebensgefährliche Fußgängerampeln zu S- und U-Bahn kämpfen?
    Und ob die vereisten Gehwege auf den Brücken dann im Winter auch mal gestreut werden?
    Ich habe mehrere Unfälle mit schweren Verletzungen miterlebt.
    Und wo sind die Stellplätze für die Fahrräder?
    Man merkt, dass die Planer noch nie in ihrem Leben öffentliche Verkehrsmittel benutzt haben.
    Wer solche Bahnhöfe baut, gehört hinter Gitter !

    • Die Fußgängerampeln sind aber nur deswegen lebensgefährlich, weil die Fußgänger es nicht schaffen, bei Rot auch wirklich stehen zu bleiben. Als Autofahrer schwitze ich jedes Mal Blut und Wasser, wenn ich an dieser Stelle vorbei muss, weil immer jemand dabei ist, der nicht nach dem Motto „Nimm dir Zeit und nicht das Leben“ handeln möchte und sich und andere in Gefahr bringt. Ich warte auf den Tag, wo dort mal ein wirklich schlimmer Unfall passiert.
      Insofern gebe ich dir recht: Die Straßenbahn gehört dort (ähnlich wie zukünftig am S-Bahnhof Karlshorst) an den Straßenrand.

  7. Weiß jemand, warum die Bahnsteige nicht unter die Brücke gelegt werden? Damit würde – ähnlich wie in Friedrichsfelde/Ost und anderen Bahnhöfen – auch ein Zugang von der anderen Straßenseite aus möglich, was zu besserer Entzerrung der Fahrgastströme beitrüge…

    • Würde man die Bahnsteige unter die Brücke verschieben, reichte der Platz zwischen Warschauer Straße und Ostbahnhof nicht mehr für Kehranlage und notwendige Weichenstraßen… 🙂

  8. Eigentlich ein Unding, dass es nichtmal die Bahn selbst direkt an den Gleisanlagen schafft, auf LKW weitgehend zu verzichten. Wo wäre das Problem gewesen, die Gleise für den Abtransport des Schutts zu nutzen?

    • Tja, das habe ich mich auch schon gefragt. Immerhin bestehen noch Restgleise mit Anschluss ans S-Bahn und somit an das DB-Netz. Bequem hätte man am Tage den „Schuttzug“ füllen können, der dann in der Nacht abgeholt wird. Aber per LKW ist das bestimmt billiger. Denn welche Schuttverwertungsanlage hat schon einen Gleisanschluss? Also muss es so oder so am Ende doch wieder auf den LKW.