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Neue Trasse der Fernbahn geht in Betrieb

Östlicher Teil der neuen Fernbahntrasse

Nun gin alles ganz schnell. Für die Verschwenkung der Fernbahntrasse auf die neuen Gleise wurde am Ostkreuz die Vollsperrung der Brücke in Karlshorst genutzt (hier gibt es eine neue Brücke für die Fernbahn). Regional- und Fernbahnzüge wurden weiträumig um die Baustelle Karlshorst geleitet, so dass am Ostkreuz nur noch ein Gleis der Fernbahn betriebsfähig bleiben musste, für beginnende und endende ICs und ICEs.
Diese „Baufreiheit“ hat man genutzt um das südliche der beiden neuen Fernbahngleise anzuschließen. Ist dieses komplett fertig fahren die genannten ICs und ICEs bereits über das neue Gleis von und zum Werk in Rummelsburg. Danach folgt die Einbindung des zweiten Gleises. Als ich am Montag die folgenden Fotos machte wurden noch Arbeiten an der Oberleitung des ersten der beiden Gleise ausgeführt.

Mit Abschluss der Brückenarbeiten in Karlshorst am kommenden Wochenende dürfte das Stück neue Fernbahntrasse am Ostkreuz komplett in Betrieb gehen. Dann ist die nötige Baufreiheit da um den neuen Regionalbahnsteig Ru zu bauen. Seine südliche Bahnsteigkante steht ja bereits.

Gespannt dürfen wir sein mit welcher Geschwindigkeit die Regios und Fernzüge hier künftig das Ostkreuz passieren werden. In der Vergangenheit kam einem das als Fahrgast oftmals sehr langsam vor. Kurz hinter dem Ostkreuz kamen die Züge auf dem Weg Richtung Osten meist fast zum stehen.
Das zweite Gleis wird auch mit angeschlossen
Kurz vor der Brücke Karlshorster Straße schwenken die Gleis auf die alte Lage. Dort beginnen im Herbst die Arbeiten an der gesamten Trasse

Es sind noch Arbeiten an der Oberleitung zu erledigen
Arbeiten an der Oberleitung für die Fahrstromversorgung

Westlicher Teil der neuen Fernbahntrasse
Das linke Gleis ist bereits fertig, das rechte folgt. Rechts im Bild zu erkennen die Bahnsteigkante des künftigen Ru

Gut zu erkennen, der Anschluss an die bestehenden Gleise
Gut zu erkennen der Anschluss an die bestehenden Gleisanlagen

Ein weiterer Teil der Betondecke für die A100 Vorleistung wird gegossen
Ein weiterer Teil der Betondecke wird für die A100 Vorleistung gegossen

Noch ein Blick auf den Bahnsteig D. Hier ist jetzt vom alten Bahnsteigdach nichts mehr übrig. Somit gibt es am gesamten Bahnhof Ostkreuz kein Stück originales Bahnsteigdach mehr. Lediglich das alte Bahnhofsklo und das Häuschen der Aufsicht steht noch. Doch auch hier dürfte bald der Abrissbagger ganze Arbeit leisten, schließlich sollen in einen Jahr am neuen Bahnsteig D bereits wieder S-Bahnen halten.

Vom alten Bahnsteigdach auf Bahnsteig D ist nichts mehr übrig
Nichts mehr übrig vom Bahnsteigdach auf Bahnsteig D, es waren die letzten Originalteile des alten Ostkreuzes

Auch das alte Bahnhofsklo muss bald weichen
Das alte Bahnhofsklo ist wird auch bald abgerissen

Nicht mehr wiederzuerkennen der alte Bahnsteig D
Kaum wiederzuerkennen, der alte Bahnsteig D. In einem Jahr sollen hier wieder S-Bahnen halten

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Autor: Stefan Metze

Hallo, ich bin Gründer und Hauptautor des Ostkreuzblogs. Das Ostkreuzblog wurde mit Beginn der Bauarbeiten am 01.01.2006 ins Leben gerufen. Mein Profil bei Twitter, Google+

21 Kommentare

  1. Hallo,

    was mir auffällt, das in letzter Zeit sehr viel mit extremen Bögen gebaut wird und nicht immer der kürzeste Weg genommen wird (Ideallinie). Auf Bild 1 und 2 sind sehr starke Krümmungen zu sehen, bleibt das so oder ist das Baubedingt? Man mutet den neuen Zügen ja einiges zu doch der Fahrgast ist bestimmt weniger erfreut wenn der Kaffe des Nachbarn auf dessen Hose fällt.

    LG FFw

    • Ich glaube in der Perspektive wirkt das etwas extremer als es tatsächlich ist. Am Samstag fuhr ich selbst mit dem Regio nach Karlshorst und ich muss sagen die neuen Kurven merkt man kaum. Auf der alten Strecke war dieser Schlenker direkt am Bahnhof Ostkreuz viel heftiger zu merken. Die Gleislage wird sich mit Ende der Bauarbeiten im Bereich der Einbindung in die Bestandsstrecken aber noch mal ändern.

    • Erst mal an Stefan auch von mir vielen Dank für die vielen aktuellen Berichte und Bilder.
      Zur Frage mit den engen Bögen: Es stimmt, die engen Bögen sowohl bei der Fernbahn als auch bei der S-Bahn sind alle noch bauzeitliche Linienführungen. In der unteren Etage liegen bis jetzt erst vier kurze Gleisabschnitte, die bereits in der endgültigen Lage sind: Das sind die beiden Fernbahngleise im Bereich der Bahnsteigkante Ru, die gerade in Betrieb gegangen sind, und die beiden Gleise am derzeitigen als S-Bahnsteig Richtung Westen genutzten Bahnsteig Rn1. Vor und hinter den Bahnsteigen jeweils noch bauzeitliche Trassen. Zum Beispiel wird auf Bild 2 das linke von den neuen Gleisen in Zukunft mehr oder weniger geradeaus verlaufen, da wo das rechte Gleis nach den beiden Kurven ankommt. Das rechte Gleis wird entsprechend weiter nach außen rücken. Dafür muss aber erst die neue Brücke über die Karlshorster Straße gebaut werden. (Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich).

  2. „In der Vergangenheit kam einem das als Fahrgast oftmals sehr langsam vor. Kurz hinter dem Ostkreuz kamen die Züge auf dem Weg Richtung Osten meist fast zum stehen.“ Erklärlich: Die Brücke darf meistens nur mit 30 befahren werden, Steigung, lange Schutzstrecke ohne Strom und diese neumodische Elektronik, die einige Zeit braucht, ehe sie erkennt, daß wieder Strom in der Fahrleitung ist und Zugkraft aufgeschaltet werden könnte. (Oder auch dringend sollte…)
    Und übrigens noch Danke für diese Dokumentation!

    Grüße Stephan

  3. Vielen Dank für die neuen Fotos vom Ostkreuz!
    Sollte das alte Bahnsteigdach nicht ursprünglich wieder aufgebaut werden? In irgendeiner Bauinformation der Bahn stand es zumindest so, wenn ich mich richtig erinnere. Deswegen bin ich etwas erstaunt, dass die Träger teilweise komplett zersägt wurden …