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Baustellenüberblick Ostkreuz und Warschauer Straße Ende März 2017

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Seit Langem gibt es heute von mir mal wieder eine Übersicht über den aktuellen Stand der Bauarbeiten am Ostkreuz und der Warschauer Straße. Als vorbefahrender Fahrgast wird man nicht all zu viel von den vielen Arbeiten mitbekommen, jedoch sind auch diese entscheidend für die große Inbetriebnahme im August. Ich freue mich wie immer auf Eure Kommentare, Anmerkungen und Likes auf Facebook und Twitter.

Ostkreuz

Am und um den Bahnhof Ostkreuz sind die „Rohbauarbeiten“ der Gleisanlagen nahezu abgeschlossen. Auf dem Viadukt in Rummelsburg liegen bereits neue Gleise, die Lücke zwischen Viadukt und Stabbogenbrücke wird in diesen Tagen geschlossen. Der Weiterbau der Gleise Richtung Lichtenberg wird denke ich erst in der großen Sperrpause Ende Juli vollzogen. Oben auf der Verbindungskurve der S9 liegen ebenfalls bereits die Gleise, eins davon, das stadtauswärtige wurde diese Woche sogar schon geschottert. Der erste Zug hat diese Verbindungskurve also bereits befahren.

Auf den Stadtbahnsteigen werden zur Zeit die Fundamente der Verkaufspavillons freigelgt. Wenn Ihr also vom Ringbahnsteig auf der Rolltreppenseite runter zum stadtauswärtigen Bahnsteig geht, dann wird Euch diese abgezäunte Baufläche auffalen. An der Fußgängerbrücke werden zum Ausgang Margrafendamm noch die letzten Rohbauarbeiten vorgenommen. Danach wird man die Aussenwände wohl verputzen und mit dem Aufbau des Daches beginnen.

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Letzte Gleisbauarbeiten auf dem Viadukt der S3 in Rummelsburg.

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Die Gleislücke zwischen Rummelsburg und der Stabbogenbrücke wird geschlossen.

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Die letzten Betonfertigelemente werden am Aufgang Markgrafendamm eingebaut.

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Oben auf der Verbindungskurve liegen die Gleise von und nach Treptow. Das stadtauswärtige Gleis ist bereits durchgängig und geschottert.

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Die Abgänge von der Fußgängerbrücke haben jeweils ein Vordach erhalten, es reicht bis unter das Bahnsteigdach.

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Nach dem Gleisbau folgt der Einbau der elektrischen Anlagen, so wie hier der seitlichen Stromschiene.

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Das südliche Gleis wird ab August nahezu den gesamten stadtauswärtigen Verkehr der Linien S3, S5 und S7 abwickeln. Die S75 wird überwiegend vom Gleis gegenüber abfahren.

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Blick vom Ende des Bahnsteigs Ru auf die Stabbogenbrücke. Man erkennt schön die Gefälle und Steigungen der Bahngleise.

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Freigelegtes Fundament auf dem Bahnsteig D – hier entsteht ein Verkaufspavillon. Ebenso wird es welche auf Bahnsteig E und Ru geben.

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Auf Bahnsteig E wurde die Bahnsteigplatte jetzt ebenfalls für den Bau eines Verkaufspavillons geöffnet.

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Am Ende des Bahnsteigs D noch mal ein Blick auf die Stabbogenbrücke. Die Gleise von und nach Lichtenberg haben bereits Halterungen für die Stromschiene erhalten.

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Völlig unspäktakulär läuft zur Zeit der Bau der A100-Vorleistung Block 5 ab. Hier steht die Betonage des ersten Deckenabschnittes kurz bevor.

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Blick von der Modersohnbrücke – am Gleis direkt neben der Rampe ist eine provisorische Kehranlage für die Züge der ab August in Ostkreuz endenden S75 entstanden.

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Auch hier erhalten die Gleise ihre Stromschiene – teilweise ist sie bereits montiert. Das stadtauswärtige Gleis der Verbindungskurve wurde geschottert und kann bald gestopft und in Endlage gebracht werden.

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Auch das nördliche Fernbahngleis wurde neu aufegbaut – es muss allerdings noch geschottert werden und eine Oberleitung erhalten. Ab Dezember stehen der Fernbahn wieder alle 3 Gleise zur Verfügung, somit werden einige Engpässe auf der Strecke beseitigt.

Warschauer Straße

Richtig spannend sind die Arbeiten am Bahnhof Warschauer Straße. Hier läuft die Zeit nun extrem gegen die Bauleute. Sicher ist: es wird im August kein funktionsfähiges Empfangsgebäude mit Verkaufseinrichtungen etc. geben. Die Fahrgäste werden provisorisch durch die Halle geführt. Auch der Aufzug wird im August noch nicht zur Verfügung stehen. Der Bahnsteig A hingegen wird im August jedoch in seiner neuen Gestalt fertig sein. Die Arbeiten zum Aufbau des Bahnsteigbelags haben Vorgestern begonnen. Das Geschehen lässt sich auch sehr gut per Webcam verfolgen.

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Blick von der Modersohnbrücke zur Warschauer Straße – im Hintergrund entsteht das neue Quartier um die Merceds-Benz Arena für 20.000 Arbeitsplätze so wie die neue East-Side Mall mit 120 Läden, was für den Bahnhof Warschauer Straße ab 2018 zu einer echten Belastung werden kann.

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Der Rohbau des neuen Empfangsgebäudes ist weitestgehend fertig. Im Fokus steht nun der Bau der Treppenanlagen.

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Seitlich der Treppen sind in den letzten Monaten massive Wandscheiben entstanden – auf ihnen wird u.a. die Aussenfassade des Gebäudes stützen.

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Zwischen den Wandscheiben und der Bahnsteigkante bleibt genug Platz für die Fahrgäste.

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Auf der Verteilerebene entstehen Verkaufsflächen für den Reisebedarf.

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Auch für die nördlichen Abgänge zum Bahnsteig B wurden nun die Wandscheiben betoniert.

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Die östlichen Auf- und Abgänge erhalten jeweils einen Windfang und nehmen das Bahnsteigdach mit auf.

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Am östlichen Ende des Bahnsteigs A wurde mit dem Aufbau des Bahnsteigbelags begonnen.

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Blick in das künftige Treppenhaus vom Bahnsteig B – hier geht es dann im nächsten Jahr hoch auf die Verteilerebene.

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Unter der Treppe des Bahnsteigs A entsteht wohl ein zugänglicher Technikraum – vermutlich für die Rolltreppe.

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Die Treppen fehlen noch komplett – in weniger als 5 Monaten muss das hier so weit fertig sein, dass es betriebssicher genutzt werden kann.

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Zum Schluss noch ein Blick auf die neue Stützwand zwischen Warschauer Straße und Ostbahnhof – die Arbeiten kommen gut voran.

Ich hoffe Ihr habt jetzt einen kleinen Einblick in den aktuellen Stand der Arbeiten bekommen. Bei Fragen und Anregungen einfach via Twitter, Facebook oder hier unten in den Kommentaren schreiben.

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Autor: Stefan Metze

Hallo, ich bin Gründer und Hauptautor des Ostkreuzblogs. Das Ostkreuzblog wurde mit Beginn der Bauarbeiten am 01.01.2006 ins Leben gerufen.
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5 Kommentare

  1. ich finde die ganze Webseite unglaublich beeindruckend! tolles Projekt, sehr informativ und detailliert…tolle Fotos.. ich bin aber auch sehr gespannt, wie die ganzen Bahnprojekte nach Fertigstellung aussehen

  2. Danke für die vielen Infos zum Ostkreuz. Sie hatten das Thema Lärmschutzwand ja schon einmal angesprochen. In der Berliner Zeitung von heute, 11. April 2017, ist ein Artikel dazu, wie diese einmal aussehen könnte. Inklusive einer Visualisierung. Wenn diese monströse Mauer im Friedrichshain kommt, zertört sie den S-Bahn-Spielplatz, das öffentliche Leben in der Gegend und macht das Viertel hässlich und dunkel. Ich hoffe, dass sich dagegen mehr Widerstand formiert.

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/friedrichshain-der-mann–der-gegen-die-monstroese-mauer-kaempft-26692394

  3. Danke für den Bericht und die Fotos!

    Das südliche Gleis wird ab August nahezu den gesamten stadtauswärtigen Verkehr der Linien S3, S5 und S7 abwickeln. Die S75 wird überwiegend vom Gleis gegenüber abfahren.

    Macht man das, weil die S75 in Ostkreuz enden wird und der endende/einsetzende Zug etwas länger am Bahnsteig brauchen wird, so dass man die andere Züge lieber außen fahren lässt?

    Denn eigentlich wäre ja stadtauswärts es eher fahrgastfreundlicher, wenn vom einen Gleis nur nach Erkner und vom anderen nur nach Lichtenberg gefahren würde.

    am Gleis direkt neben der Rampe ist eine provisorische Kehranlage für die Züge der ab August in Ostkreuz endenden S75 entstanden.

    Da seh ich auf dem Foto jetzt nur einen Gleiswechsel. Ist die Idee, dass die aussetzende S75 dann auf freier Strecke so weit vorsetzt, dass sie hinter dem Gleiswechsel steht, und dann zurück auf das andere Innengleis einfährt?

  4. Sehr gute Informationen, ich sehe zwar täglich den Fortschritt der Bauarbeiten an der Nöldnerstrasse. Aber die Fotos aus einer anderen Sicht mit Kommentaren sind sehr informativ.