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A100 Vorleistung und die neue Ring-Südkurve am Ostkreuz

Blick in die Grube der A100 Vorleistung am Ostkreuz
Während mit Hochdruck an der bevorstehenden Verschwenkung des stadteinwärts führenden S-Bahngeleises zwischen der Brücke Karlshorster Straße und Ostbahnhof gearbeitet wird, geht es auch an der Vorleistung der A100 und der neuen Ring-Südkurve ordentlich zur Sache. Ich war vorgestern vor Ort und habe neues Bildmaterial gesammelt.Bis in die späten Abendstunden ist man im Bereich des künftigen A100 Tunnels nun dabei den Betondeckel zu fertigen. Noch in diesem Jahr sollen hier die Gleise der Fernbahn auf den ersten Tunnelabschnitt, also nach Süden, verschwenkt werden. Aus diesem Grund wird der Betondeckel auch besonders massiv, nach meiner Schätzung bis zu 1 Meter. Auch an der neuen Ring-Südkurve tut sich was. Das südliche Brückenwiderlager sowie der erste Brückenpfeiler im Bereich der künftigen Fernbahntrasse steht. Mit Außerbetriebnahme des 110 Jahre alten Bahnsteigs D in 2 Wochen kann auch das alte nördliche Brückenwiderlager und die alte Rampe zur Stadtbahn abgetragen und neu aufgebaut werden.
Brückenpfeiler für die Ring Südkurve
Bis zu einem Meter dick wird der Betondeckel der A100 Vorleistung

Brückenwiderlager für die Ring Südkurve
Das südliche Brückenwiderlager der Ring-Südkurve

Trasse der Ring-Südkurve
Der erste neue Brückenpfeiler für die Ring-Südkurve. Im rechten Drittel des Bildes wird die alte Fußgängerbrücke neu aufgebaut

Der erste Brückenpfeiler für die Ring-Südkurve
Sichtachse vom neuen Pfeiler zum alten Widerlager

S-Bahngleis Behelfsbrücke Karlshorster Straße
S-Bahngleis auf der Behelfsbrücke Karlshorster Straße

Bahnsteig Rn1
Letzte Arbeiten am Bahnsteig Rn1, es fehlen noch die Ticketautomaten und Entwerter

Schilderwald am Ostkreuz
Schilderwald am Ostkreuz, Informationen im Überfluss, Fahrzielanzeigen neu gegen alt

20 Kommentare zu “A100 Vorleistung und die neue Ring-Südkurve am Ostkreuz

  1. Hallo,

    wurde eigentlich nur die Decke des A100-Tunnels gebaut oder die ganze Röhre? Wie wird im ersten Fall dann nachträglich für Röhre unter dem Deckel gebaut?

    Viele Grüße
    Markus

    • Bei der Vorleistung wurden die Seitenwände, die Sohle und jetzt der Deckel gebaut. Wenn dann der 17. Bauanschnitt der A100 kommt wird der Tunnel unter Tage Bergmännisch ausgeschachtet, wobei man permanent in einer sicheren Hülle aus Beton arbeitet und oben drüber ungestört der Bahnverkehr rollen kann. Es wird dann die Zwischendecke, Fahrbahnen und natürlich die technische Ausrüstung eingebaut.

      • Meines Wissens wurden nur die beiden Wände und der Deckel genaut, also keine Sohle.

        • Hmmm, das würde den späteren Ausbau aber erheblich verkomplizieren. Es war auch Wochen lang eine Injektionsmaschine vor Ort.

          • Es wurden 24m tiefe seitliche Schlitzwände gebohrt und betoniert sowie die Tunneldecke. Eine Tunnelsohle in 24m Tiefe wurde nicht erstellt, ebenfalls wurden die Ausschachtungen nur bis auf die Unterkante der zukünftigen Tunneldecke (also nicht 24 Meter tief) vorgenommen. Eine derart tiefe Baugrube (ggf. mit Grundwasser gefüllt wie am Hbf seinerzeit) wäre aufgefallen und vor allem hätte viel mehr Bauzeit in Anspruch genommen. Die Verfahrensweise ist im Übrigen Analog zur Baustelle Unter den Linden. Auch hier wurden mittlerweile die Schlitzwände erstellt und der Tunneldeckel. Aufgegraben wird dann, während oben der Verkehr wieder rollt. Ob das am Ostkreuz allerdings jemals passieren wird, steht noch in den Sternen…
            Die Injektionsmaschinen waren für die Erstellung der Schlitzwände notwendig. Wie das genau geht, kann man auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Deckelbauweise nachlesen :-).

  2. Mich hat mal ein Touri gefragt, wann denn `Kurzzug Anfang´ kommt und ob der auch zum Ban-hoff (?) fährt… 😀

  3. Der Brückenpfeiler ähnelt dem U-Boot 😀

Kommentare sind geschlossen.