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Vorher und nachher – die S8 nach Zeuthen 2007 und heute am Ostkreuz

Vor etwas mehr als 5 Jahren habe ich das obige Video auf dem alten Ringbahnsteig am Bahnhof Ostkreuz gemacht. Der Blick geht Richtung Süden.
Heute wurde nun die neue Ringbahnhalle über dem Bahnsteig F eröffnet und ich hatte die Gelegenheit das Video an fast der gleichen Stelle noch ein mal zu drehen. Seht selbst.

Am 20.02.2007

Am 16.04.2012

Autor: Stefan Metze

Hallo, ich bin Gründer und Hauptautor des Ostkreuzblogs. Das Ostkreuzblog wurde mit Beginn der Bauarbeiten am 01.01.2006 ins Leben gerufen. Mein Profil bei Twitter, Google+

9 Kommentare

  1. Da bekommt man ja richtig pipi in den Augen.
    Nicht weil das neue OBERE Ostkreuz eröffnet wurde sondern weil das alte Nostalgische zerstört wurde. Dass ist das beste Beispiel einer Gewalt des Menschen, etwas zu zerstören was vor über 100 Jahren mit viel Schweiß und Fleiß und Handarbeit mühevoll aufgebaut wurde.
    Das alte Ostkreuz hatte Charme und Charakter, es lud zum bleiben ein und zum gucken.
    Ein Sakralbau dieser Epoche von vor 1900 Jahrhundert wird es nie wieder geben. Der Klassizismus schmeißt immer mehr kalte Sarkophag ähnliche Bauten hin die nur ihrem Zweck dienen sollen.
    Wieso es gestern den 16.04 eine kleine Eröffnungsfeier mit Kuchen gab, bleibt mir neben den nicht erfolgten Spatenstich schleierhaft.

      • @Stefan Metze

        Ich habe ja auch nichts anderes geschrieben oder? Gelle 😀
        Meinte nur damit, warum man mit Kuchen eröffnet wenn man das Ganze nicht mit Spatenstich und Kuchen verabschiedet.

    • Nix gegen Nostalgie und Denkmalschutz, aber:
      Was am alten Ostkreuz, speziell am alten Ringbahnsteig, ein „Sakralbau“ gewesen sein soll; was am alten, engen, Wind und Wetter fast ungeschützt ausgesetzten Ringbahnsteig „zum Verweilen eingeladen hat“, ist mir absolut schleierhaft.
      Außerdem: Wurde die neue Halle nicht mit Fleiß und Schweiß und auch (zugegeben weniger) Handarbeit gebaut? Wurde beim Bau des alten Ostkreuzes nicht auch zerstört, was vorher dort gewesen ist?

      • @Robert,

        wie Du schon sagst ist das weniger Handarbeit. Man bedenke dass früher die Arbeiter auch nicht so alt wurden zwecks deren schnelleren Körperverschleißes. Wenn man sich mit Geschichte der Arbeitsbedingungen und Technische Innovation zwischen dem Jahre 1850 (da bereits schon 1842 die Schlesische Bahn verkehrte) und dem Jahre 2012 befasst, muss man sagen das es ein Meilenstein ist was der Technischen Innovation und Arbeitsbedingungen angeht. Somit ist es auch eine große Zerstörung. Schon alleine die gewölbte Klinkersteinbrücke und Eingangshalle zum Bahnsteig F bestand NUR aus reiner Handarbeit. Da wurde keine Bewehrung aufgebaut und dann Beton gegossen. Brücken wurden mit Hand vor Ort zusammengenietet und nicht wie heute vorgegossen und dann zusammengeschweißt und zum Ort per Truck Transportiert und mit großem Kran hochgehievt. Wenn man genau dies mit anderen Augen sieht kann man verstehen das es mich zum bleiben einlud, ob vor der Arbeit eine halbe Stunde früher oder nach Feierabend eine ganze Stunde bis 2 Stunden, ich blieb einfach und ob im Winter oder bei Regen oder Sturm, denn genau das gehört zum Leben dazu, aber es wundert mich nicht, denn die Menschen werden immer Wärme und Bequemlichkeit verwöhnter. Ich habe es mit Augen eines hohen Wertes gesehen.

        Es muss jeder für sich entscheiden was er gesehen hat.

        • Die Zeiten ändern sich eben. Der alte Bahnhof hatte sicher was Besonderes, aber den neuen finde ich auch gelungen. und ja, auch zum Verweilen einladend.

          Ich find es allgemein schade dass viele Leute Neuerungen so ablehnend gegenüberstehen. Die kann man ja auch mal versuchen mit anderen Augen zu sehen: In 100 Jahren zum Beispiel ist das neue Ostkreuz alt, und dann sicher von den Menschen auch mit nostalgischen Gefühlen belegt. Genau wie das alte Ostkreuz auch mal brandneu war. Die Gegenwart ist nicht der Maßstab.

          Sollte nicht übrigens der untere Teil des Bahnhofs sowie der „Rennsteig“ originalgetreu wiederhergestellt werden? Schon jetzt ist ja der Kontrast zwischen altem Wasserturm und moderner Glashalle irgendwie faszinierend. Und ich finde auch innen hat die Halle irgendwas Retro-Industrialmäßiges. Die Deckenleuchten, die Stahlverstrebungen und die wellblechartige Dachkonstruktion zum Beispiel. Viele Neubauten (gerade Bahnhöfe) zitieren Vergangenes auf moderne Art. Finde ich persönlich sehr ansprechend.

    • Ich habe kürzlich in der roten Infobox erfahren, dass es erst ab 2015 wieder Toiletten geben wird. Und zwar unter den Treppen des Ausgangs Sonntagstraße.

      Der McDonalds soll auf der jetzigen Freifläche am nördlichen Ende des Ringbahnsteigs entstehen. Ich denke dort wird es in den nächsten Tagen und Wochen losgehen. Vielleicht wird das ja eine richtig begehbare McDonalds Filiale die auch eigene Toiletten hat. Platz genug ist ja.