Viel hilft viel – die Ringbahnhalle am Ostkreuz wird mit Displays zugepflastert

Was nicht mehr zu retten ist, ist nicht mehr zu retten. So offenbar auch die erneute Zusatzbeschilderung in der Ringbahnhalle des Bahnhofs Ostkreuz.

Waren es anfangs viel zu wenige Displays und Hinweisschilder, so wird die Halle jetzt regelrecht mit standard Fahrzeilanzeigern zugepflastert. Prinzipiell ist eine Verbesseruntg der Fahrgastinformation ja begrüßenswert. Doch sollten die neuen nun zusätzlichen Displays auch nur schnöde Linie und Ziel des jeweils treppab befindlichen Gleises anzeigen, so haben sie keinen großen nutzen.

Auf nahezu allen Bahnhöfen der Stadtbahn kann man es mittlerweile beobachten: zahlreiche Touristen die keinerlei Orientierung durch das bloße Anzeigen von Ziel und Linie haben. Folge: es wird in die falsche Richtung gefahren, Türen aufgehalten, große Reisegruppen sorgen da mal schnell für Chaos und Verspätung.

Ganz ganz klein, neben dem grünen S ist der Hinweis dass es hier in die City geht.
Bei der Masse der Möglichkeiten werden sogar erfahrene Ostkreuznutzer ins Schlingern geraten.
Die standard Fahrzielanzeiger an den Treppenabgängen sollen es nun reissen.

Ein neues Konzept muss her

Der Bahnhof Ostkreuz hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Besonders mit Eröffnung des Hauptstadtflughafens und der damit verbundenen Umleitung des neuen AirPort-Express FEX wird den Bahnhof noch mal vor neue Herausforderungen stellen. Von daher sollte man sich in Berlin mit allen Beteiligten schnell ein neues Informationskonzept innerhalb des S-Bahnrings einfallen lassen. Ein Konzept das nicht nur stur die jeweilige Linie und das Linienende als Ziel angibt, sondern auch die wichtigen und richtigen Richtungen die für die vielen Besucher und Ortsfremden interessant sind.

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