wann gibt es hier eigentlich Bilder von der Verschwenkung der Ringbahn an den neuen provisorischen Bahnsteig F und vom dortigen Betrieb?
VG
Arnd
ich habe mehrere Monate nicht mehr hier mitgelesen und alles verfolgt, wo ich doch mal eins als Informant hier 2007 zu mehreren Infos verholfen hatte.
Dafür entschuldige ich mich, denn ich bin eigentlich ein treuer Leser.
Nun, wie ich wieder darauf kam, ich war heute am 31.08.2009 nach langer Zeit Ostkreuz vorbei gefahren, und habe mich erschrocken. Die erste Seite kommend aus Treptow, ist ausser Betrieb. Innerlich kamen tränen hoch. Ich kann es eigentlich nicht fassen. Man hätte den Bahnhof in Urzustand Renovieren sollen unterbrochen in Jahre damit es weniger kostet und schneller geht! Denn der Neubau ist teurer als eine Urzustand Renovierung.
Die Deutsche Bahn macht alles kaputt was zur Berliner S-Bahn und Berliner Luft gehört!
Ade Ostkreuz. Denn danach verdient der neue Bahnhof einen neuen Namen! Ostkreuz wird aus meiner Sicht Staatlich Executiert.
]]>Der S-Bahnhof Ostkreuz wird gefühlte Äonen seit 2006 bis voraussichtlich 2016 bei laufendem Betrieb umgebaut. Man sieht aber auch, dass er etliche Jährchen auf dem vernachlässigten Buckel hat und der Zahn der Zeit an ihm nagt. Rostkreuz, so sein Name i…
]]>Peter Neumann
RUBRIK : NULL DREI NULL
Adieu, Bahnsteig A!
Noch einmal tief durchatmen und lauschen. Noch einmal das Grünzeug, das zwischen dem Mosaikpflaster aus Bernburger Grauwacke emporgesprossen ist, im Wind rascheln hören. Noch einmal den S-Bahnen zuhören, wie sie auf rostbrauner Brücke mit Tempo 30 heranpoltern. Noch einmal zwischen den verwitterten Bahnsteigkanten und dem leer stehenden Dienstgebäude auf Spurensuche gehen, verwitterte Cabinet-Schachteln, alte Eisenteile aufspüren, Treibgut einer langen Geschichte. Und dann Auf Wiedersehen sagen.
Denn heute Abend ist es vorbei. Kurz vor 22 Uhr wird am Bahnsteig A des Ostkreuzes zum letzten Mal eine S-Bahn halten. Dann endet auf dem abgeschiedenen Westplateau dieses sonst so chaotischen Knotenpunktes der Zugbetrieb. Für immer. Denn das moderne Ostkreuz, das bis 2016 mit viel Beton und Stahl heranwächst, wird ohne den Bahnsteig A auskommen. Und so verschwindet ein Berliner Paradoxon: Eine bemooste Insel der Ruhe auf einem der am stärksten frequentierten S-Bahnhöfe dieser Stadt wird weggebaggert. Ein entlegenes Refugium, wo Fuchsmütter vor den Beobachtungskameras der Bahn mit ihren Welpen spielen und einst Zugabfertiger nach dem Dienst Grillpartys feierten. Wo nebenan Brombeeren und Flieder-sträuche wachsen. Aus, vorbei. Auf Nimmerwiedersehen, Bahnsteig A!